
Sonnenfinsternis in Software proben: Wobei Planetariums-Simulatoren helfen – und wobei nicht
rehearsing the eclipse in software: what planetarium simulators help with – genau das ist für viele Familien, Lehrkräfte und Erstbeobachter ein überraschend guter Einstieg in die Finsternisplanung. Eine gute App kann Ihnen zeigen, wo die Sonne am Himmel steht, wie sich die Sichel verändert, wann die spannendsten Minuten beginnen und warum ein Standort wenige Kilometer weiter plötzlich ein ganz anderes Erlebnis liefert.
Aber Software ist kein Orakel. Sie ersetzt weder eine belastbare Finsterniskarte noch Wetterbeobachtung noch sichere Ausrüstung. Wenn Sie ernsthaft planen, sollten Sie eine Simulation immer mit einer verlässlichen Karte gegenprüfen – am einfachsten mit unserem Helioclipse Eclipse Explorer. Dort sehen Sie für Ihren tatsächlichen Standort, ob Sie in der Totalität liegen oder nur eine partielle Finsternis erleben, und genau dieser Unterschied entscheidet über fast alles: Reiseplanung, Erwartung, Fotostrategie und vor allem Augensicherheit.
Der kurze Kern der Sache: Planetariums-Apps sind hervorragend zum Üben. Sie sind nicht die Instanz, der Sie blind vertrauen sollten, wenn es um die letzte Minute vor der Totalität, um Wolkenausweichpläne oder um die Frage geht, welche Schutzmittel sicher sind.

Was ein Simulator wirklich gut kann
Die Stärke guter Planetariums- und Finsternis-Software ist nicht Magie, sondern Vorbereitung. Sie macht aus abstrakten Begriffen wie Kontaktzeiten, Bedeckungsgrad, Kernschatten oder Baily-Perlen etwas, das Sie vorab sehen und gedanklich durchspielen können.
Das ist besonders wertvoll, weil eine Sonnenfinsternis schnell eskaliert: Erst wirkt alles langsam, dann werden wenige Minuten plötzlich kostbar. Wer vorher geübt hat, ist am echten Tag ruhiger. Sie wissen eher, wann Sie nicht mehr am Stativ schrauben sollten, wann Kinder ihre Brillen aufhaben müssen und wann Sie einfach nur hochschauen und den Moment erleben wollen.
Institutionelle und redaktionelle Quellen beschreiben genau diesen Nutzen. Die American Astronomical Society sammelt auf ihrer Übersichtsseite zu Apps und Software Werkzeuge für iOS, Android, Web und Desktop und macht damit indirekt einen wichtigen Punkt: Es gibt nicht die eine perfekte App, sondern verschiedene Werkzeuge für verschiedene Aufgaben. Manche zeigen lokale Umstände, manche simulieren den Himmel, manche zählen Phasen herunter, manche helfen eher Fotografen.
Ein guter Simulator hilft typischerweise bei vier Dingen:
1. Orientierung am Himmel
Sie sehen, ob die Sonne am Vormittag oder Nachmittag steht, wie hoch sie über dem Horizont ist und ob ein Gebäude, ein Hang oder eine Baumreihe stören könnte. Das ist für die Standortwahl enorm praktisch, gerade wenn Sie mit Familie unterwegs sind und nicht erst vor Ort merken wollen, dass die Sonne hinter einem Dachfirst verschwindet.
2. Reihenfolge der Phasen verstehen
Viele Erstbeobachter unterschätzen, wie anders sich 95, 98 oder 99 Prozent Bedeckung im Vergleich zu echter Totalität anfühlen. Ein Simulator kann diesen Unterschied didaktisch sehr gut vorbereiten. Er zeigt: Eine tiefe partielle Phase ist eindrucksvoll, aber sie ist nicht Totalität. Diese Unterscheidung ist für Planung und Sicherheit zentral.
3. Timing proben
Wenn eine App Zeitregler, Countdown oder Kontaktmarken bietet, können Sie den Ablauf mehrfach durchspielen. Das ist Gold wert für Gruppen, Schulen und Fotografen. Sie üben nicht nur „wann passiert was?“, sondern auch „was mache ich dann?“.
4. Erwartungen kalibrieren
Gute Simulationen zeigen Himmelsabdunklung, die Stellung von Sonne und Mond, manchmal auch Diamantring, Chromosphäre oder Baily-Perlen. Das ist nicht bloß Spielerei. Es hilft, die echte Finsternis nicht mit falschen Erwartungen zu betreten.

Wo Software an ihre Grenzen stößt
Gerade weil moderne Apps so überzeugend aussehen, ist die Versuchung groß, ihnen zu viel Autorität zu geben. Das ist der Punkt, an dem wir bremsen sollten.
Eine Simulation ist immer nur so gut wie ihre Eingabedaten, ihre Rechenmethoden und ihre Annahmen. Der technische Hintergrundartikel von The Photo Ephemeris macht das sehr klar: Für Sonnenfinsternisse reicht „ziemlich genau“ oft nicht. Schon kleine Fehler in Positionen oder Vereinfachungen bei den Algorithmen können für feine Phänomene relevant werden. Für eine hübsche Vorschau mag das genügen. Für Entscheidungen auf Sekundenebene oder für die exakte Erscheinung von Baily-Perlen an einem Randstandort wird es heikel.
Dazu kommt: Manche Dinge lassen sich gar nicht präzise vorhersagen. Die Korona etwa ist eines der spektakulärsten Elemente einer totalen Sonnenfinsternis, aber ihre genaue Form ist nicht einfach aus einer App „ablesbar“. Einige Simulatoren arbeiten deshalb mit modellierten oder fotografisch abgeleiteten Darstellungen. Das ist legitim – solange man versteht, dass es eine Annäherung ist, keine Zusage.
Und dann gibt es die ganz praktischen Grenzen: Wolken, Dunst, lokale Hindernisse, Verkehr, Parkplatzsuche, hektische Kinder, ein leerer Handy-Akku. Keine Planetariums-App nimmt Ihnen diese Realität ab.

Die wichtigste Regel: Simulation mit Karte gegenprüfen
Wenn Sie aus einer App nur eine Gewohnheit mitnehmen, dann diese: Vergleichen Sie jede Simulation mit einer autoritativen Karte oder einem belastbaren Kartenwerkzeug.
NASA hebt bei ihren interaktiven Eclipse-Explorer-Werkzeugen genau die Stärken solcher Karten hervor: Zeitregler, lokale Daten, Schattenformen, Prozentlinien, Dauerzonen. Das ist der richtige Maßstab für die eigentliche Planung. Eine Planetariumsansicht zeigt Ihnen, wie es aussehen könnte. Eine gute Karte zeigt Ihnen, was Ihr Standort geometrisch wirklich bekommt.
Darum empfehlen wir, Ihre App-Probe immer mit unserem 3D-Finsternis-Explorer von Helioclipse zu kombinieren. Prüfen Sie dort mindestens diese Punkte:
- Liegt Ihr Standort im Kernschatten oder nur im Halbschatten?
- Wenn total: Sind Sie nahe der Zentrallinie oder eher am Rand?
- Wie lang ist die Totalität ungefähr an Ihrem Punkt?
- Wenn partiell: Wie groß ist die maximale Bedeckung wirklich?
- Zu welcher lokalen Tageszeit passiert das Maximum?
Gerade der Unterschied zwischen Zentrallinie und Rand ist nicht akademisch. Der technische Simulator-Bericht von The Photo Ephemeris beschreibt den klassischen Zielkonflikt sehr gut: Nahe der Mitte maximieren Sie die Dauer der Totalität; näher am Rand kann die Totalität kürzer sein, dafür ändern sich manche Randphänomene. Das ist spannend für erfahrene Beobachter und Fotografen – aber nur, wenn die Geometrie wirklich stimmt.
Für die große totale Sonnenfinsternis am 12. August 2026 ist das in Spanien besonders relevant. Orte auf oder nahe der Zentrallinie bekommen deutlich mehr Totalität als Standorte am Rand des Pfads; je nach Position sprechen wir nicht über einen kosmetischen Unterschied, sondern über viele zusätzliche Sekunden bis hin zu Minuten. Wenn Sie dafür planen, lesen Sie ergänzend unseren Guide zur totalen Sonnenfinsternis am 12. August 2026 und für Spanien speziell den Beitrag zu Totalität in Spanien 2026.


Was Apps für die Standortwahl leisten – und was nicht
Für die Standortwahl sind Simulatoren nützlich, aber nicht abschließend. Sie helfen Ihnen vor allem bei der Frage: „Wie sieht der Himmel von genau diesem Platz aus?“ Das ist etwas anderes als die Frage: „Ist dieser Platz insgesamt die beste Wahl?“
Ein Beispiel: Eine App kann zeigen, dass die Sonne an Ihrem Beobachtungsort angenehm frei über dem Horizont steht. Sehr gut. Aber sie sagt Ihnen noch nicht, ob Sie dort am Finsternistag in einer Wolkenlücke sitzen oder in einer Staukolonne festhängen. Genau deshalb gehört zur Software-Probe immer ein zweiter Block echter Planung: Wetter, Mobilität, Ausweichoptionen.
Der Deutsche Wetterdienst erinnert in seinen Beiträgen zu partiellen und ringförmigen Finsternissen daran, wie stark Wolken die Beobachtungschancen dominieren können. Das klingt banal, ist aber entscheidend: Die beste Simulation der Welt nützt nichts, wenn eine Kaltfront den Himmel dichtmacht. Für mobile Beobachter ist deshalb ein Backup-Plan oft wertvoller als die zehnte App-Funktion.
Wenn Sie für 2026 oder eine andere größere Finsternis reisen, denken Sie in Ebenen:
- Geometrie: Bin ich überhaupt im richtigen Schattenbereich?
- Lokaler Himmel: Ist die Sonne von dort sichtbar und sinnvoll positioniert?
- Wetter: Welche Region hat realistische Chancen auf Auflockerungen?
- Logistik: Kann ich morgens noch ausweichen, ohne das Ereignis zu verpassen?
Für genau diese vierte Ebene lohnt sich auch unser Beitrag zu Wolken, Mobilität und Finsternistag sowie zu Reiseplanung ohne Chaos.

Für Sicherheit taugt keine Planetariums-App als letzte Instanz
Hier müssen wir ganz klar sein: Eine App darf nie die Quelle Ihrer Sicherheitsentscheidung sein.
NASA formuliert es eindeutig: Außer während der kurzen totalen Phase einer totalen Sonnenfinsternis, wenn die helle Sonnenscheibe vollständig bedeckt ist, ist der direkte Blick auf die Sonne ohne spezielle Schutzmittel nicht sicher. Bei partiellen und ringförmigen Sonnenfinsternissen gibt es überhaupt keinen Moment, in dem Sie ohne geeigneten Schutz direkt hinschauen dürfen.
Das bedeutet praktisch: Selbst wenn eine App hübsch anzeigt, dass „fast total“ erreicht ist, bleibt das für Ihre Augen irrelevant. 99 Prozent Bedeckung sind nicht Totalität. Auch ein winziger Rest der Photosphäre ist noch gefährlich.
Darum sollte Ihre Sicherheitsroutine nicht lauten „Ich nehme die Brille ab, wenn die App es so aussehen lässt“, sondern: Ich kenne meinen Standort, ich weiß, ob dort echte Totalität eintritt, und ich verstehe die Phasen. Wenn Sie das sauber einordnen möchten, lesen Sie unseren Guide Wann Brille auf, wann Brille ab? und den Hintergrund zu ISO 12312-2 und Finsternisbrillen.
„what device is used to see the eclipse?“ – die ehrliche Antwort
Die Frage what device is used to see the eclipse? klingt simpel, aber die richtige Antwort hängt davon ab, wie Sie beobachten.
Für den direkten Blick mit den Augen brauchen Sie bei partiellen Phasen sichere Sonnenbeobachtungsbrillen oder einen sicheren Hand-Sonnenfilter, der dem Standard ISO 12312-2 entspricht. Normale Sonnenbrillen reichen ausdrücklich nicht. NASA sagt das unmissverständlich: Selbst sehr dunkle Sonnenbrillen sind keine sichere Sonnenbeobachtung.
Für Ferngläser, Teleskope und Kameras gelten andere Regeln. Dort brauchen Sie geeignete Sonnenfilter vor der Optik. Eine Finsternisbrille vor dem Auge ersetzt keinen Frontfilter am Instrument. Im Gegenteil: Durch optische Geräte ohne passenden Frontfilter zu schauen, ist gefährlich.
Für Familien ist die einfachste und robusteste Lösung meist banal und gut: zertifizierte Beobachtungsbrillen für jede Person, vorher geprüft, unbeschädigt und rechtzeitig besorgt. Wenn Sie für Ihre Gruppe noch Ausrüstung brauchen, finden Sie in unserem Shop für Sonnenfinsternis-Brillen passende Optionen. Viele Leser suchen dabei ganz praktisch nach Begriffen wie sonnenfinsternis brille, sonnenfinsternis brille iso 12312-2 oder solar eclipse glasses – entscheidend ist nicht das Schlagwort, sondern dass die Angaben plausibel sind, die Brillen unbeschädigt ankommen und Sie sie vor dem Ereignis in Ruhe prüfen.

„what can you use instead of eclipse glasses?“ – nur sehr begrenzt
Auch diese Frage taucht ständig auf: what can you use instead of eclipse glasses?
Wenn Sie direkt auf die Sonne schauen wollen, lautet die sichere Antwort im Wesentlichen: keinen improvisierten Ersatz. Keine normalen Sonnenbrillen, keine geschwärzten Gläser, keine Folienexperimente, keine „wird schon gehen“-Lösungen.
Wenn Sie nicht direkt auf die Sonne schauen, gibt es sichere indirekte Methoden. NASA nennt hier ausdrücklich Lochprojektion, etwa mit einer einfachen Pinhole-Projektion oder einer Projektionsbox. Das ist besonders schön für Kindergruppen, weil mehrere Menschen gleichzeitig das projizierte Sonnenbild sehen können, ohne direkt in die Sonne zu blicken.
Eine weitere Alternative ist die Beobachtung an einer Sternwarte oder bei einer öffentlichen Veranstaltung mit professionell gefilterten Instrumenten. Der DWD weist in seinem Text zur partiellen Finsternis ebenfalls darauf hin, dass Sternwarten für Menschen ohne eigene geeignete Brille eine gute Anlaufstelle sein können.
Wichtig ist nur die begriffliche Sauberkeit: „Ersatz“ heißt hier nicht „irgendetwas Dunkles vor die Augen halten“. Es heißt entweder indirekt projizieren oder mit korrekt gefilterter Optik unter fachkundiger Anleitung beobachten.

Was ist mit NASA, Stellarium und anderen Programmkategorien?
what is nasa planetarium software? Diese Formulierung ist etwas unscharf, weil NASA nicht einfach „die eine Planetariums-Software“ anbietet, die alles ersetzt. In den Quellen tauchen eher verschiedene NASA-Ressourcen auf: die NASA App für Streams und Inhalte, interaktive Explorer-Karten, Bildungswerkzeuge und Sicherheitsseiten. NASA ist also vor allem eine starke Quelle für Karten, Erklärungen und Sicherheitsinformationen – nicht automatisch Ihr einziges Planetariumsprogramm.
Daneben gibt es klassische Planetariumsprogramme für Desktop und Mobilgeräte, spezialisierte Finsternis-Apps, Web-Simulatoren und fotografische Planungstools. Die AAS listet diese Kategorien sehr sinnvoll nebeneinander auf: iOS-Apps, Android-Apps, Web-Simulatoren, Desktop-Planetarien, Kamera-Automation und Belichtungsrechner. Genau so sollten Sie auch denken: nach Aufgabe, nicht nach Fanlager.
Ob jemand lieber eine planetarium app iphone, eine der planetarium apps for android, ein Desktop-Planetarium oder ein Web-Tool nutzt, ist zweitrangig. Entscheidend ist, ob das Werkzeug für Ihren Zweck taugt:
- Himmel und Richtung verstehen
- lokale Phasen und Zeiten üben
- Standort am Horizont prüfen
- Fotoworkflow proben
- Ergebnisse mit einer belastbaren Karte abgleichen
Namen wie stellarium software oder stellarium app tauchen in Suchanfragen oft auf, weil viele Menschen ein allgemein bekanntes Planetariumsprogramm suchen. Das ist völlig nachvollziehbar. Aber wir würden die Frage „was ist die beste planetarium-app?“ nicht als Markenwettbewerb beantworten. Die beste App ist die, die Ihre konkrete Unsicherheit löst – und deren Ausgabe Sie nicht mit endgültiger Autorität verwechseln.

Für Fotografen ist die Probe besonders wertvoll
Wenn Sie fotografieren möchten, steigt der Nutzen von Simulationen deutlich. Der Phys.org-Beitrag zur App-Nutzung rund um die totale Sonnenfinsternis beschreibt das sehr praxisnah: Standort, Sonnenhöhe, Wolken, Countdown, Filterwechsel, Belichtung und Stativdisziplin greifen ineinander. Genau hier kann Software Nerven sparen.
Sie können vorab durchspielen:
- Wo steht die Sonne zum Maximum?
- Reicht mein Bildwinkel?
- Muss ich den Ausschnitt während der Finsternis anpassen?
- Wann muss ein Sonnenfilter auf die Optik – und wann wieder herunter, falls echte Totalität eintritt?
- Will ich fotografieren oder den Moment bewusst erleben?
Gerade der letzte Punkt wird unterschätzt. Eine totale Sonnenfinsternis ist kurz. Wenn Ihre Probe ergibt, dass Sie mit Kamera, Stativ, Fernauslöser, Smartphone und Familienkoordination gleichzeitig überfordert wären, ist das keine Niederlage. Es ist eine gute Erkenntnis. Vielleicht ist die beste Strategie dann: ein paar sichere Aufnahmen in den partiellen Phasen, während der Totalität bewusst schauen, danach wieder dokumentieren.

Ein realistischer Proben-Ablauf für Familien und Erstbeobachter
Wenn Sie nicht in App-Menüs versinken wollen, halten Sie die Generalprobe einfach.
Eine Woche oder mehr vorher
Wählen Sie einen wahrscheinlichen Beobachtungsort und prüfen Sie ihn im Helioclipse Eclipse Explorer. Klären Sie zuerst die große Frage: total oder partiell? Danach öffnen Sie Ihre bevorzugte Planetariums- oder Finsternis-App und schauen sich den Himmelsverlauf an.
Zwei bis drei Tage vorher
Gehen Sie – wenn möglich – wirklich an den Ort. Prüfen Sie Sichtlinien, Parken, Schatten, Toiletten, Kinderlogistik und Mobilfunk. Lassen Sie die App dort laufen und vergleichen Sie die Sonnenposition mit der realen Umgebung.
Am Vorabend
Legen Sie Brillen, Ersatzbrillen, Wasser, Sonnenschutz, Powerbank und einfache Regeln für die Gruppe bereit. Wenn Sie mit Kindern unterwegs sind, sagen Sie den Ablauf laut an. Wer vorher weiß, was passiert, wird am Ereignistag viel entspannter.
Am Morgen der Finsternis
Schauen Sie Wetter und Wolkenentwicklung an. Wenn Sie mobil bleiben wollen, definieren Sie eine klare Schwelle, ab wann Sie noch umsetzen. Nicht endlos zögern. Eine mittelgute klare Lücke schlägt oft den perfekten Plan unter geschlossener Wolkendecke.
Die häufigste Denkfalle: schöne Visualisierung = sichere Wahrheit
Die vielleicht größte Gefahr von Software ist nicht ein grober Rechenfehler, sondern psychologische Überzeugungskraft. Wenn etwas flüssig animiert, sauber beschriftet und professionell gestaltet ist, behandeln wir es schnell wie eine endgültige Wahrheit.
Dabei steckt hinter vielen Darstellungen eine Mischung aus präziser Astronomie, Modellannahmen, Interface-Entscheidungen und manchmal auch didaktischer Vereinfachung. Das ist nicht schlecht. Es ist nur etwas anderes als „amtlich für jede Entscheidung“.
Deshalb unser Maßstab:
- Für Verständnis: ja, unbedingt Simulatoren nutzen.
- Für Vorfreude: absolut.
- Für Gruppenproben: sehr sinnvoll.
- Für die letzte Sicherheitsentscheidung: nein.
- Für die endgültige Standortgeometrie: nur zusammen mit einer verlässlichen Karte.
Wenn Sie zusätzlich tiefer in Sicherheitsfehler und schlechte Ausrüstung einsteigen möchten, helfen unsere Beiträge zu Augenverletzungen bei Sonnenbeobachtung und zu gefälschten oder minderwertigen Finsternisbrillen.
Unser Fazit: Proben ja – aber mit klarer Rollenverteilung
Planetariums-Simulatoren sind keine Spielerei. Richtig eingesetzt, sind sie ein erstaunlich gutes Trainingswerkzeug. Sie helfen Ihnen, den Himmel zu lesen, den Ablauf zu verinnerlichen, Kinder vorzubereiten, Fotostress zu reduzieren und den Unterschied zwischen „fast total“ und echter Totalität emotional zu begreifen.
Aber sie haben eine klare Rolle. Sie sind Probe, nicht Schiedsrichter. Für die endgültige Planung brauchen Sie eine belastbare Karte. Für die Beobachtung brauchen Sie sichere Filter. Für den Erfolg am Tag selbst brauchen Sie außerdem Wetterdisziplin und einen Plan, der auch dann noch funktioniert, wenn nicht alles ideal läuft.
Wenn Sie das beherzigen, wird aus Software nicht bloß Bildschirmzeit, sondern echte Vorbereitung auf einen Himmelsmoment, den man gemeinsam erleben, weitererzählen und lange erinnern will.
8) View a Lunar Eclipse in Stellarium using the Bookmarks ...
William Dodd GYSTC
Haeufige Fragen
Welches Gerät hilft mir beim Üben einer Sonnenfinsternis am Himmel?
Ein Planetariums- oder Finsternis-Simulator in einer App kann dafür sehr hilfreich sein. Er zeigt Ihnen zum Beispiel, wo die Sonne steht, wie sich die Sichel verändert und wann die spannendsten Minuten beginnen.
Kann ich statt einer speziellen Schutzbrille einfach eine App oder Simulation nutzen?
Nein. Eine Simulation ersetzt keine sichere Ausrüstung und ist nicht dafür da, die Sonne direkt zu beobachten. Sie hilft nur bei der Vorbereitung und beim Verständnis des Ablaufs.
Wie beobachte ich eine Sonnenfinsternis am sichersten?
Am sichersten ist es, die Finsternis mit verlässlicher Planung und geeigneter Schutzausrüstung zu beobachten. Der Text betont, dass Software weder sichere Ausrüstung noch eine belastbare Finsterniskarte ersetzt und dass der Unterschied zwischen Totalität und partieller Finsternis für die Augensicherheit entscheidend ist.
Wie kann ich mich auf Wetter und gute Sichtbedingungen vorbereiten?
Planen Sie nicht nur mit einer Simulation, sondern prüfen Sie die Vorhersage und die tatsächlichen Bedingungen vor Ort. Der Artikel sagt ausdrücklich, dass Software keine Wetterbeobachtung ersetzt und dass man eine Simulation immer mit einer verlässlichen Karte gegenprüfen sollte.
Welche typischen Fehler machen Erstbeobachter bei einer Sonnenfinsternis?
Ein häufiger Fehler ist, sich zu sehr auf die Software zu verlassen und die letzte Minute vor der Totalität unvorbereitet zu erleben. Ebenfalls problematisch sind fehlende Standortprüfung, keine Ausweichpläne bei Wolken und Unsicherheit darüber, wann Schutzmittel nötig sind.
Nächste Schritte auf der Website
- Prüfen Sie Ihren Standort im Helioclipse Eclipse Explorer: total oder partiell, näher an der Zentrallinie oder am Rand, und wie sich wenige Kilometer Unterschied auswirken.
- Wenn Sie mit Familie, Schule oder Freundesgruppe planen, sichern Sie rechtzeitig passende zertifizierte Sonnenfinsternis-Brillen, statt erst kurz vor dem Ereignis hektisch zu suchen.
- Für mehr Hintergrund und konkrete Planung lesen Sie weiter im Helioclipse Blog, besonders zu Phasen, Sicherheit, Wetter und Reiseplanung.
Quellen und weiterführende Links
- Apps & Software | Solar Eclipse Across America
- Simulate what totality will look like during the solar eclipse
- One Tech Tip: How to use apps to track and photograph the total solar eclipse
- Building a solar eclipse simulator for April 8 2024
- App-Kritik zu „Sonnenfinsternis by Redshift“
- Eclipse Viewing Safety
- Total Solar Eclipse FAQ
- 2024 Solar Eclipse Interactive Map
- Introducing the 2023 Eclipse Explorer: Your Interactive Guide to the 2023 Annular Solar Eclipse
- Deutscher Wetterdienst: Das Wetter zur partiellen Sonnenfinsternis
- Deutscher Wetterdienst: Die ringförmige Sonnenfinsternis – hierzulande partiell